Stiftungsland Höltigbaum

Foto: M. Friedemann
Der kleine Wasserdrache, der Kammmolch Foto: J. Bodahl

Die fast 560 ha großen Flächen des Höltigbaums wurden 1997 zunächst von Schleswig-Holstein und 1998 dann auch von Hamburg zum Naturschutzgebiet erklärt. 1999 wurde im Rahmen eines Bundesprojekts ein erster Weidekomplex mit rund 180 ha eingerichtet. Inzwischen werden ca. 380 ha beweidet. Die großen Areale pflegen ganzjährig Galloways, Highlands und Heidschnucken. Durch die Beweidung des ehemaligen Stanortübungsplatzes bleiben die für den Höltigbaum typischen mageren Grasfluren mit Filzkraut, Kleinem Habichtskraut, Besen- und Glockenheide und Haferschmiele erhalten. Offene Bodenstellen bleiben bestehen oder werden neu erschaffen. Kleingewässer werden als Tränken genutzt. Die Ufervegetation kurz gehalten und konkurrenzschwache Arten, wie der Efeublättrige Hahnenfuß, gefördert. Auch unter den Libellen, Heuschrecken, Käfern, Tag- und Nachtfaltern konnten die Wissenschaftler so manches Schmuckstück, wie den seit über 100 Jahren nicht mehr gesichteten Wasserkäfer Hygrobia tarda, nachweisen. Der Star unter all den Tier- und Pflanzenarten auf dem Höltigbaum ist aber der kleine Wasserdrache, der Kammmolch. Den Wasserdrachen in seinem Reich zu Gesicht zu bekommen, ist auf einer Wanderung so gut wie unmöglich. Aber zum Schluss des Rundweges wartet das Infozentrum „Haus der Wilden Weiden“, das zu der Ausstellung zum Thema des Höltigbaumes und auch zum Kammmolch einen Veranstaltungskalender herausgibt und besondere Führungen anbietet.

Mehr Informationen finden Sie unter www.haus-der-wilden-weiden.de

Quelle: Nicola Brockmüller / Wilde Weiden zwischen Nord- und Ostsee
            Husum 2011