Stiftungsland Winderatter See

Ein Picknick mit schönem Ausblick
Im Sommer kühlen sich die HIghländer in den Tümpeln ab

Durch die Geröllmassen der Endmoräne staut sich die Kielstau im Winderatter See und vereinigt sich vor den Fröruper Bergen mit der Bondenau. Obwohl der Winderatter See nur wenig von der Ostsee entfernt ist, fließen wegen der Geländestruktur die Gewässer in die Nordsee. Die zum See hängigen Flächen in der hügeligen Landschaft wurden vormals als Acker genutzt, so dass der See durch die starken Nährstoffeinträge stark beeinträchtigt war. Nach dem Ankauf gingen die Flächen zunächst in Sukzession. Mittlerweile hat das Areal durch den Aufwuchs von Weißdorn eine halboffene Struktur bekommen, die für Vögel, wie zum Beispiel den Neuntöter, von großer Bedeutung ist. Nachdem nur der Südteil Ganzjährig beweidet wurde, zeigte sich, dass sich die Vegetation hier wesentlich vielfältiger entwickelte. Seit 2003 wird auch der Nordteil im Sinne dieses Beweidungskonzeptes bewirtschaftet. Zur Wiederherstellung zahlreicher Kleingewässer wurden die Drainagen verschlossen und der Wasserabfluss durch Erdwälle gestoppt. Initialpflanzen am Waldrand bilden den Übergang zwischen Wald und Weide. Durch die extensive Bewirtschaftung ist der See jetzt dauerhaft vor unmittelbaren Nährstoffeinträgen geschützt. Außerdem wurde ein Abschnitt des Markeruper Laufs entrohrt und verlegt. Eine nicht ausgezäunte Wanderstrecke umrundet den See und führt zum Teil direkt über die Weideflächen und auf einem Steg durch den Bruchwald am Abfluss des Sees.