Stiftungsland Schäferhaus

Die Konikherde in der Savanne
Die Kartoffelrose schmeckt den Galloways gut

Der nördliche Teil des ehemaligen Übungsplatzes ist mit 300 ha eine derzeit der größten zusammenhängenden beweideten Flächen Schleswig-Holsteins. Die militärische Nutzung betraf die Flächen mit unterschiedlicher Intensität. So finden sich die interessanten Pflanzengemeinschaften vor allem auf den Randstreifen der Wege und auf den besonders nährstoffarmen Böden. Neben der „Pflege“ durch die Galloways und Konik-Wildpferde sind keine weiteren Maßnahmen auf den Flächen nötig, denn durch die Beweidung entsteht die kleinräumige Strukturvielfalt ganz von selbst – in einem Tempo, dem sich auch die Tierwelt anpassen kann. Die zahlreichen Knicks, die als geschützter Landschaftsbestandteil unter besonderem Schutz stehen, dürfen hier ausnahmsweise durchweidet werden. Dadurch bleibt die Großflächigkeit der Beweidung gewahrt, zumal durch die geringe Tierdichte keine größeren Schäden zu erwarten sind. Die Funktion der Knicks wird durch das Gehölzaufkommen in der Fläche kompensiert. Für die Durchweidung der Wälder war es notwendig, als Ausgleich an anderer Stelle 52 ha Ersatzwald zu schaffen. Für Erholungssuchende hat das Gebiet neben dem ungewöhnlichem Landschaftsbild seit Juni 2003 einen weiteren Anziehungspunkt: Ein Naturerlebnisraum erläutert die Ziele des Naturschutzes und gibt auch archäologische Informationen. Interaktive Elemente vermitteln an 13 Stationen Einblicke in Natur und Geschichte von der Nacheisenzeit bis zur Weidelandschaft. Dazu wurden Hügelgräber rekonstruiert und der frühere Ochsenweg kenntlich gemacht.

Einen Fernsehbericht über das Stiftungsland Schäferhaus finden Sie in der Mediathek vom NDR. (Bitte bei "Suche" den Begriff Schäferhaus eingeben)