Stiftungsland Jardelunder Moor

Das Jardelunder Moor wurde in den Jahren 1993 bis 1995 renaturiert, nachdem sich das Land Schleswig-Holstein und das dänische Amt Sønderjylland auf ein gemeinsames Schutzkonzept geeinigt hatten. Heute haben sich die Vernässungsmaßnahmen auf die Entwicklung des Randlaggs verlagert, um die Wasserhaltung im Moorkörper zu verbessern. Dort bereitet die teilweise lückige Torfauflage Probleme, denn über den Mineralboden kann das Wasser ablaufen. Die ehemaligen Abbauflächen sind wegen ihrer hohen Feuchte die artenreichsten Flächen, auch die Torfmoose gedeihen hier wieder. Die Flächen werden mit Schafen beweidet, trotzdem muss gelegentlich entkusselt werden, um den Gehölzaufwuchs zu kontrollieren. Die Stiftung Naturschutz und die Jagdgenossenschaft haben sich in einer jagdlichen Vereinbarung auf gemeinsame Ziele geeinigt. Die Regelungen betreffen die Einrichtung einer Jagdruhezone und nehmen vor allem Rücksicht auf die Ansprüche des Rotwildes. Das Jardelunder Moor bildet zusammen mit dem Fröslev Moor die Grundlage für den Aufbau einer stabilen Population im nördlichen Landesteil. Die Vereinbarung soll die dauerhafte Etablierung des Rothirsches im Jardelunder Moor sichern und dessen Erlebbarkeit erhöhen. Damit wurde der erste Schritt getan, die jagdliche Nutzung in diesem Raum an den Zielen des Naturschutzes einzurichten. Im Gegenzug verzichtete die Stiftung darauf, im gebiet eine Eigenjagd anzumelden. Die Stiftung ist landesweit daran interessiert, den Rothirsch als Landschaftsgestalter wieder in die Landschaft zu integrieren.

Jardelunder Moor