Stiftungsland Krusauer Tunneltal

Ein Quellmoor
Die Krusau

 

Nahe der Stadt Flensburg liegt das Krusauer Tunneltal. Steil abfallende Hänge und eine wertvolle Ausstattung an Naturgütern kennzeichnen die reizvolle Landschaft. Die in Teilbereichen naturnah erhaltene Krusau durchfließt den Niehuuser See und mündet schließlich in die Ostsee. Bei Krusau und Kupfermühle wurde das Flüsschen zum Betreiben von Wassermühlen aufgestaut. Erlenbruchwald und Weidegebüsche sind die typische Vegetation im feuchten, nährstoffreichen Talgrund, sofern er nicht durch Beweidung offen gehalten wird. An mehreren Orten sprudeln Quellen. Dieser Naturraum soll grenzüberschreitend erhalten und aufgewertet werden und die typische Landschaft erlebbar gemacht werden. Darüber hinaus soll nachhaltig die Zusammenarbeit von Behörden über Landesgrenzen hinweg gefördert werden. Daran arbeiten die Stiftung Naturschutz und das Amt Sønderjylland gemeinsam als Träger INTERREG III A – Projektes „Krusau Tunneltal“. Sie koordinieren auch die Arbeit der weiteren Akteure beiderseits der Grenze. Ziel des INTERREG-Programms ist es, die grenzübergreifende Zusammenarbeit und damit das Zusammenwachsen von EU-Staaten zu fördern. Auch die Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie ist auf deutscher Seite ein Grund für die Förderung der Maßnahmen. Unter den Maßnahmen steht die Verbesserung der Fließgewässerqualität an erster Stelle. Fische und andere Flussbewohner wie z.B. der Fischotter sollen die Krusau hinaufwandern können. Um die Nährstoffbelastung zu verringern wird die Nutzung extensiviert. Das Offenhalten von Teilflächen durch Beweidung schafft vielfältige Landschaftsaspekte. Neue Wanderwege verbinden das deutsche und das dänische Wegenetz. Ergänzt wird es durch eine zweisprachige Beschilderung, Naturerlebnisangebote und Rastplätze.