Stiftungsland Alte-Sorge-Schleife

Die Alte-Sorge-Schleife aus der Vogelperspektive
Das Colsrak Moor in der Alten-Sorge-Schleife

Die großen Windungen finden sich bei Gewässern, die bei geringem Gefälle große Wassermengen transportieren. Ein unabhängiges Wasserregime im Gebiet erlaubte die kontrollierte Anhebung der Wasserstände über die Rückhaltung des Niederschlagswassers. Zum Mahdzeitpunkt werden die Wasserstände abgesenkt, um das Befahren der Flächen zu ermöglichen. Über fünf Jahre wurde die Alte-Sorge-Schleife als Modellgebiet für die gesamte ETS eine Effizienzkontrolle durchgeführt. Dazu wurde 1992 ein parzellenscharfer Pflege- und Entwicklungsplan aufgestellt, der zum einen der Nivellierung trägt, zum anderen unterschiedlichen Habitatansprüche der Tier- und Pflanzenwelt entsprechen soll. Heute werden die Flächen im Außenbereich gemäht, im Inneren der Schleife großräumig beweidet. Die Moorflächen bleiben der ungestörten Entwicklung überlassen, die Grünland- und Niedermoorflächen werden durch die Mahd und Beweidung kurz gehalten. Die Bewirtschaftung der Flächen ist wegen der hohen Wasserstände sehr schwierig; dennoch konnte durch flexible Bewirtschaftungstermine und viele Pächtergespräche eine gute Zusammenarbeit mit den örtlichen Landwirten aufgebaut werden. Von der eingetretenen Flächenentwicklung profitieren neben den Limikolen und anderen Vogelarten auch Amphibien und weitere Tiergruppen.

Alte-Sorge-Schleife