Stiftungsland Johannistal und Eichholzniederung

Die Steilküste bei Sonnenuntergang
Galloways auf der Weide

Das Johannistal und die angrenzende Eichholzniederung liegen an der Ostseeküste und sind Teil des Natura 2000 Schutzprogramms. Eine Steilküste sowie ein magerer Kalktrockenrasen, bestehend aus einem Blütenmeer mit Heil- und Würzkräutern, prägen dieses Landschaftsbild. Die Stiftungsfläche ist ohne Zweifel ein sehr wertvolles Naturschutzgebiet. Auf den Trockenrasen leben mehr als 100 verschiedene Bienen- und Hummelarten, von denen einige in Deutschland nur hier vorkommen. Die Kennart Heilwurz wächst sogar weltweit nur an den kalkreichen Steilküsten der Ostsee. Zudem gibt es eine der größten Brutkolonien der Uferschwalbe in ganz Schleswig-Holstein.Das strukturreiche Gründland des Johannistals lockt zudem Vogelarten wie Fink, Merlin, Kornweihe oder Wanderfalke an. Bald soll es auch wieder einen Lebensraum für Kammmolch, Rotbauchunke und Laubfrosch darstellen.2003 fing die Stiftung Naturschutz mit dem Flächenerwerb an und besitzt inzwischen rund 18 Hektar. Die Rasenflächen werden extensiv mit Robustrindern beweidet, wodurch die offenen Weiden und somit der Lebensraum für nährstoffarme Pflanzen erhalten bleibt. In der Eichholzniederung kann man sogar eine der seltensten Robustrindrassen, das Belted Galloway, beobachten. Neben dem Erhalt der Wilden Weiden sorgen sie außerdem dafür, dass die Kartoffelrose, eine die natürliche Vegetation verdrängende Pflanze, in Schach gehalten wird.Wenn Besucher diese einzigartige Natur genießen wollen, können sie an den Steilküsten entlang schlendern oder einen der zahlreichen Wanderwege nutzen.